In 4 Schritten zur aufrechten Haltung


Die richtige Körperhaltung ist essentiell für jedermann. Zudem ist es wichtig auf rücken-gerechtes Heben schwerer Dinge zu achten.

Die meisten Einschränkungen und Verletzungen resultieren aus Fehlhaltungen im Alltag sowie Bewegungen in einer schlechten Körperhaltung. Zu den Verletzungen gehören unter anderem gerissene Achillessehnen, Risse in den Gelenkpfannen, Bandscheibenvorfälle und Kreuzbandrisse.

In der richtigen Haltung ist der gesamte Körper am stabilsten. Daher funktioniert der Körper auch am besten, wenn er Kraft aus einer optimalen Körperhaltungen heraus einsetzt. Wenn alle Systeme berücksichtigt werden (Rücken stabil, Hüfte stabil, Schulter stabil) funktioniert der Körper so wie er soll.

Das Problem ist, dass der Körper auch in einer schlechten Körperhaltung fähig ist viel Kraft zu entwickeln. Ein gutes Beispiel dafür ist das Heben eines schweren Wasserkastens mit rundem Rücken. Das ist ungefähr vergleichbar mit einer Autofahrt mit einem platten Reifen oder fehlendem Öl.

Der Körper kompensiert die fehlerhafte Haltung und dies kann zu Verletzungen führen. Aus 25 kg kann sich durch falsches Heben ein Druck von 375 kg entwickeln, der dann auf die Bandscheiben drückt. Dauerhaft kann dies zu einem Bandscheibenvorfall, einer Bandscheibenvorwölbung, allgemeinen Rückenschmerzen oder Ähnlichem führen.

Fehlhaltungen

  • runder Rücken
  • nach vorne gerollte Schultern
  • überstreckte Lendenwirbelsäule
  • nach außen gedrehte Füße
  • nach oben bzw. unten geneigter Kopf
  • ausgestellte Ellenbogen
  • keine Muskelspannung im Bauch, Rücken, Schulter und Gesäß

Wirbelsäule richtig korrigieren

Im Folgenden sind die vier wichtigsten Schritte erläutert, die zu einer stabilen, gesunden Wirbelsäule führen.

1. Gesäß anspannen!

Als erstes wird das Gesäß angespannt. Dies führt dazu, dass das Becken in eine neutrale Stellung kommt. Dazu sollten die Füße parallel zur Hüfte nach vorne zeigen. Das Becken kommt durch die bloße Anspannung des Gesäß in die richtige Haltung.

2. Brustkorb nach unten!

Die unteren Rippen werden so eingezogen, dass sie sich exakt über dem Becken befinden. Es hilft sich vorzustellen, dass das Becken und der Brustkorb zwei bis zum Rand mit Flüssigkeit gefüllte Schalen sind. Nun müssen diese so gehalten werden, dass nichts überläuft.

3. Bauch anspannen!

Nun gilt es, Becken und Brustkorb mit Hilfe der Bauchmuskeln in der richtigen Stellung zu halten. Dazu die Bauchmuskeln leicht anspannen.

4. Kopf hoch!

Der Kopf und Hals sollen sich aufrecht mittig über den Schultern befinden. Die Arme werden etwas nach hinten geführt, um die Schlüsselbeine zu öffnen. Die Daumen zeigen nach vorne. Dieser Ablauf sollte so oft vollzogen werden, bis er in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Am Anfang erfordert es etwas Aufmerksamkeit, um die Grundhaltung einzunehmen und zu halten. Allerdings lohnt sich die Anstrengung, denn das Resultat ist eine gesunde Haltung und ein schmerzfreier Körper.


Für etwaige Rückfragen steht das Trainerteam im Fitnessstudio gerne zu Verfügung.

Viel Spaß beim Üben! Euer Fit in Haan!

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